Archiv für die Kategorie » Kultur «

31 Aug 2009

Buchempfehlung: “…auch reiten kann er nicht!”

Geschrieben von Ursula um 18:48 Uhr

Eine Lebensgeschichte von Hans Görtz. ISBN 978-3-8391-1593-0

“Wenn man Alt werden will, muss man lange leben. Irgendjemand hat diesen Spruch erfunden, trotzdem die Aussage ja zutreffend ist. Hans Görtz ist so ein Mensch, der viele Fazetten des Lebens erfahren und erlebt hat. Kinder- und Jugendzeit in seiner Breslauer Heimat, Kriegseinsatz im Osten und Westen, Vertreibung aus Schlesien, schwere Nachkriegszeit, Neuaufbau einer Existenz, Großfamilie, Einsatz für das Gemeinwesen, Rentnerdasein, nach über 50-jähriger Ehe Witwer. Über all diese schicksalhaften Erlebnisse berichtet der Autor in seinem Erstlingswerk, aus den Erinnerungen eines erfüllten Lebens, mit vielen ernsten aber auch freudigen Episoden. Wenn viele junge Leserinnen und Leser einblicke in die so andere Welt, einer anderen Generation erhalten und verstehen lernen, und ältere Menschen sich in den geschilderten Begebenheiten wieder finden, dann hat es sich gelohnt, diese Erlebnisse nieder zu schreiben. Viel Vergnügen!”

Am Samstag habe ich dieses Buch vom Autor (der auch mein Vater ist) geschenkt bekommen und es verschlungen. Vieles aus seiner Lebensgeschichte war auch mir neu und spannend zu erfahren. Ich kann nur jedem der wissen möchte, was ein Mensch in 85 Jahren so alles erleben kann, dieses Buch empfehlen. Auch der Sport spielt in dem Buch eine wichtige Rolle, denn ein Leben ohne Sport ist für meinen Vater kaum vorstellbar. Er spielt immer noch Tennis und hält sich auch sonst noch fit.

Tags »

2 Kommentare

01 Jun 2009

Karneval der Kulturen 2009

Geschrieben von Ursula um 12:08 Uhr

[inspic=1563,,fullscreen,200]Am Pfingstsonntag fand der Umzug des diesjährigen Karneval der Kulturen 2009 statt. Die U-Bahnen waren rappelvoll und es war extrem schwierig von der Station Mehringdamm an die Strecke zu kommen. Menschenmassen wohin das Auge schaute. Nachdem ich mich endlich zu meinem Standort vor dem Rathaus in der Yorckstraße durchgekämpft hatte, wurde ich aber mit einer tollen Aussicht belohnt. Mit dem passenden Getränk und der Kamera bewaffnet habe ich versucht, die Stimmung einzufangen und es sind schöne Bilder herausgekommen. Das Wetter hat bis auf einen kleinen Regenguss auch mitgespielt und es war mal wieder eine gelungene Veranstaltung. Die Berliner haben es ja nicht so mit Karneval, aber dieses Event passt zu Berlin wie die Faust auf’s Auge.

Aber seht selbst. Hier geht es direkt zu den Bildern!

Tags »

2 Kommentare

19 Jan 2008

Buchempfehlung: “Null”

Geschrieben von Ursula um 19:46 Uhr

Ein Thriller von Adam Fawer

Die Wahrscheinlichkeit des Todes

“David Caine führt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber begeistert er seine Studenten für Quantenphysik und Wahrscheinlichkeitstheorie, nachts taucht er ab in die Welt der Pokerclubs in Manhatten. Der Brilliante Mathematiker kann in Sekundenschnelle die Gewinnchancen seiner Mitspieler berechnen. Doch eines Nachts unterläuft ihm ein Fehler, und sein Leben gerät ausser Kontrolle. Eine Atemberaubende Jagd beginnt, bei der David Caine nicht nur um sein Leben fürchten muss, sondern auch um seinen Verstand.”

Wen man dieses Buch gelesen hat, beginnt man die Welt mit anderen Augen zu sehen. Absolut lesenswert!

Tags »

Beitrag kommentieren

06 Jan 2008

Dicke Luft…

Geschrieben von Ursula um 15:59 Uhr

Zur Zeit scheinen sehr viele militante Nichtraucher unterwegs zu sein, die den Rauchern mal so richtig ihre Meinung sagen wollen. Stellt sich natürlich die Frage, warum gerade jetzt? Macht das Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen ab 1.1. den Nichtrauchern mehr Mut? Gibt es einen staatlichen Segen für die Verfolgung von Rauchern? Es scheint eine deutsche Tugend zu sein, Minderheiten an den Rand der Gesellschaft zu stellen. Sie zu kriminalisieren und auszugrenzen. Ich warte noch auf die politische Forderung, rauchende jugendliche Ausländer in ihre Herkunftsländer abzuschieben.

Zum Glück trifft mich diese neue Art der Verfolgung nicht mehr persönlich, denn ich habe mit dem Rauchen endlich aufgehört. Nur kann ich mich noch gut an die Zeit meines Raucherlebens erinnern und denke, ich kann mitreden, wenn es um die ach so schlimmen Raucher geht. Die meisten Raucher sind keine Genussraucher, sondern schlicht und einfach Süchtige. Mit dieser Sucht haben sie diesem Staat nicht nur erhöhte Krankheitskosten bescherrt, sondern auch so einiges an Steuern. Da Raucher auch eine kürzere Lebenserwartung haben, werden sie auch kaum lange in den Genuss einer Rente kommen und somit tragen sie zur Stabilität der Rentenkassen bei. Ein Raucher kann auch nicht nachvollziehen, wenn die anderen ihm sagen, er würde stinken oder man müßte nach einem Kneipenbesuch seine Kleidung extra lüften. Raucher können das nicht riechen, es hat also nichts mit Ignoranz zu tun, sondern mit den kaputten Geruchsnerven durch das Rauchen ansich.

weiter…

Tags »

4 Kommentare

05 Jan 2008

Meide dicke Freunde…

Geschrieben von Ursula um 0:02 Uhr

Denn nach einer Studie der allwissenden Amis, in der aktuellen Ausgabe von Mens Health veröffentlicht, sind dicke Freunde ansteckend. Mehr als 50% werden zwangsläufig auch dick, wenn sie dicke Freunde haben. Was ist denn das für ein Blödsinn? Ticken die noch richtig? Mein Tipp wäre es, solche Magazine zu meiden und sich auf den gesunden Menschenverstand zu verlassen. Dick sein ist nicht ansteckend und es gibt sehr viele Menschen, die, auch wenn sie nicht den heutigen Idealsvorstellungen entsprechen, Menschen sind, wo es ein Verlust wäre, wenn man nicht mit ihnen befreundet wäre. Die Werbung versucht uns beizubringen, dass ein Mensch nur ein guter Mensch ist, wenn er schlank und fit ist. Dem ist aber nicht so, Menschen, die diesen Idealen zu entsprechen verrsuchen, haben ein sehr großes Problem, denn wenn man vom Leben mehr als nur Askese erwartet und trotzdem vom Ideal nicht abweichen möchte, der hat schon verloren, es sei denn, er/sie hat exrem gute Veranlagungen. Da hungern Models sich zu Tode, legen Menschen sich unters Messer und werfen der Schönheitsindustrie das Geld nur so in den Rachen und trotzdem ist die Welt dadurch nicht für sie besser geworden. Ein hohler schlanker Mensch ist noch lange nicht besser als ein nicht den Idealen entsprechender Mensch. Im Grunde kann mir solch ein Mensch nur leid tun, denn in seinem Leben gibt es nichts anderes mehr, als ein Ziel erreichen zu wollen, was er nicht erreichen kann.

Wer genau hinschaut, der muss es sehen, dass es noch soviel Weichzeichner nicht verhindern kann, dass Falten sichtbar werden und auch die teuerste Kaviarcreme dies nicht verhindern kann. Was wir in den Zeitschriften sehen und bewundern, ist keine Realität, sondern Ergebnis erfolgreicher Nachbehandlung mittels modernster Technik. Wollen wir uns weiterhin so für dumm verkaufen lassen und uns nun sogar noch vorschreiben lassen, mit welchen Menschen wir befreundet sein wollen? Wer solche Aussagen verbreitet, der gehört gesellschaftlich ins Aus gestellt. Oder bin ich mit meiner Meinung allein?

Tags »

Beitrag kommentieren

16 Dez 2007

Buchempfehlung: “Dschungelkind”

Geschrieben von Ursula um 11:28 Uhr

von Sabine Kuegler

Sabine Kuegler, in Nepal geboren, verbrachte ihre Kindheit im Dschungel von West-Papua, bei einem noch unerforschten Stamm Eingeborener. Eine unglaubliche Kindheit im tiefsten Dschungel, ein Leben ohne die Errungenschaften der modernen Welt, Leben im Einklang mit der Natur, die manchmal grausam sein kann. Erst mit 17 Jahren verläßt sie den Dschungel und lernt und studiert in der Schweiz. Die innere Zerrissenheit, das Gefühl zwischen zwei Welten zu leben, nirgends daheim zu sein, ist in diesem Buch sehr eindrucksvoll beschrieben.

Tags »

Beitrag kommentieren

29 Okt 2007

Evelyn Hamann verstorben…

Geschrieben von Ursula um 22:33 Uhr

Mit nur 65 Jahren ist Evelyn Hamann verstorben. Unvergesslich ihr herber Humor und ihre Rolle an der Seite von Loriot (ich denke da gerade an die Nudel). In Adelheit und ihre Mörder war sie in den letzten Jahren zu sehen. Das war zwar nicht wirklich meine Sendung, aber die Hamann war ein Unikat. Es ist traurig, dass sie so früh die Bühne verlassen mußte.

Tags »

Beitrag kommentieren

19 Aug 2007

Buchempfehlung: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

Geschrieben von Ursula um 21:51 Uhr

von Marina Lewycka

Klappentext:

“Als Nadias verwitweter Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten will, löst er eine gewaltige Familienkrise aus. Sein neuer Schatz ist eine üppige Blondine, aus der Ukraine wie er auch, mit einer Vorliebe für grüne Satinunterwäsche, Fertiggerichten und kochtechnisierten Kücheneinrichtungen. Nadia ist sofort klar, dass diese Person vor nichts Halt machen wird, um ihre ergeizigen Träume zu verwirklichen. Doch etwas Gutes hat die Angelegenheit – Nadia und ihre Schwester Vera sprechen seit Jahren das erste Mal wieder miteinander, verbunden durch das gemeinsame Ziel: ihr Vater muss aus den Klauen dieses Frauenzimmers gerettet werden! Aber auch der alte Mann arbeitet zielstrebig an der Erfüllung seiner Träume. Unter anderem schreibt er an einer “Geschichte des Traktors auf Ukrainisch”, die nicht weniger als die Geschichte der industrialisiertem Welt behandelt…”

Ein absolut lesenswertes Buch. Welches die Probleme durchaus gebildeter Menschen sehr anschaulich beschreibt und ein Stück zur Verständigung der Völker beiträgt.

Tags »

3 Kommentare

11 Jul 2007

Das Ende der Integration…

Geschrieben von Ursula um 22:34 Uhr

Seit 1986 beobachte ich nun schon die verschiedensten Versuche, Kinder ausländischer Herkunft (hier geht es hauptsächlich um Kinder mit türkischem Hintergrund) in das deutsche Bildungssystem zu integrieren und ihnen die gleichen Möglichkeiten zu bieten, wie anderen Kindern. Früher konnte man noch mit dem Neuzuschnitt von Einzugsbereichen das gröbste verhindern, aber heute reicht das nicht mehr. Es gibt in vielen Stadtteilen einfach real mehr Kinder mit türkischem Hintergrund als andere und wenn unser Regierender Bürgermeister, wenn er denn Kinder hätte, diese nie in bestimmten Bezirken beschulen lassen würde, so kann das einen Sturm der entrüstung auslösen, aber wenn man ehrlich ist, so ist das die Realität. In Grundschulen, wo die Mehrheit der Kinder, erst in der Schule mit der deutschen Sprache konfrontiert werden, haben Kinder, die die deutsche Sprache als Muttersprache beherrschen, einfach die schlechteren Karten. Es gibt sehr viele unterschiedliche Kinder der verschiedensten Herkunft im Berliner Schulsystem, aber keine Gruppierung hat solch riesigen Probleme wie die türkisch stämmigen Kinder. Es ist ja nicht so, dass Kinder sehr schnell eine Fremdsprache lernen können, das lernen die kleinsten viel leichter als die erwachsenen. Aber mir scheint, die Schule allein, reicht da nicht aus. Wenn im Elternhaus die Notwendigkeit des Erlernens der Sprache des Landes, in dem man lebt nicht für wichtig gesehen wird, dann wird alles nichts nützen. Es ist eine Sache, seine Kultur nicht zu verleugnen, aber eine andere ist es, in der Kultur, in der man lebt seinen Kindern eine reale Chance zu bieten. Und hier kommen die Väter ins Spiel. Denn in der sehr von Männern dominierten Kultur, muss diesen Männern klar gemacht werden, dass sie ihren Kindern im Weg stehen, wenn sie weiterhin keinen Wert auf die Integration ihrer Kinder in diese Gesellschaft legen und meinen, wenn sie ihre Frauen isolieren, sie ihren Kindern einen Gefallen tun.

Wer könnte ihnen das besser vermitteln, als die eigenen Landsleute? Meine Aufforderung geht an die türkischen Bildungsvereine, macht euren Männern klar, das sie mit ihrer Taktik ihren Kindern einen schlechten Dienst erweisen. Es geht nicht darum, die andere Kultur aufzugeben, es geht vielmehr darum, die Kinder nicht von Anfang an zu den Opfern zu machen. Bildung ist ein wesentlicher Baustein für eine gute Entwicklung und wenn immer mehr Schulen und Eltern es leid sind, als Krückstock für eine pseudo Multi-Kulti-Gesellschaft die Bildungschancen ihrer Kinder herzuhalten, desto prekärer wird die Situation. Wenn Schulen versuchen, durch besondere Konzepte zu verhindern, das Kinder dort beschult werden müssen, die zum Einzugsgebiet gehören, oder immer mehr private Schulen gegründet werden, die sich ihre Schüler dann aussuchen können, dann bleiben die Kinder übrig, deren Eltern Bildung egal ist, ob nun deutscher oder türkischer Hintergrund, dieser kleine Unterschied spielt dann auch keine Rolle mehr.

Tags »

Beitrag kommentieren

24 Jun 2007

“Vielfalt sucht Arbeit”

Geschrieben von Ursula um 12:49 Uhr

[inspic=780,,fullscreen,250]Das war das Motto des diesjährigen CSD Umzuges in Berlin. Nachdem es mir im letzten Jahr soviel Spass gemacht hatte, mir den Umzug anzuschauen, bin ich gestern wieder zum Ku-Damm gefahren und habe nette Fotos vom Umzug machen können. Leider hielt das Wetter nicht und deshalb gibt es nicht so viele Fotos vom Umzug. Ein wolkenbruchartiger Regenfall trieb die Menge sehr schnell auseinander und nachdem ich meine Cam trocken verpackt hatte, ging es für mich sehr schnell in die trockene U-Bahn und zurück nach Hause. Die Stimmung war in diesem Jahr auch nicht ganz so gut.

Fotos gibt es hier zu sehen.

Tags »

Beitrag kommentieren